Was die Presse so über uns zu berichten hat:
WAZ vom 06.05.2008
Stadt Anzeiger Velbert vom 30.01.2008
War natürlich Michael Leuchtmann und wir haben in zwei Gruppen mit 4 Mannschaften gespielt und nicht jeder gegen jeden, aber was solls. Wird auf jeden Fall wiederholt !
WAZ Essen vom 04.08.2007
A40 statt Route 66


Auch wenn sie den guten alten Cadillac und dessen Ranch (frei nach Springsteen) besingen, fahren Mr. Blue privat einen alten Opel Record. Macht aber auch was her. Foto: privat
Zugegeben, ihre Heimat liegt eher an der A40 als an der Route 66, aber Mr. Blue haben trotzdem den Geist handgemachter amerikanischer Musik verinnerlicht. Konzertgänger dürften eigentlich gar nicht umhin gekommen sein, das Trio schon einmal auf der Bühne erlebt zu haben, machte die Combo mittlerweile schon an so ziemlich jeder Milch- (Whiskey-) kanne respektive Steckdose der Nation Station. Und wenn gerade keine Steckdose verfügbar ist, holen Frank Soostmeyer-Ripke, Ralf Wardetzki und Uwe Tenfelde auch gerne die Akustik-Klampfe und den Kontrabass raus.

Jetzt stehen die drei Rock'n'Roller mit ihrem neuen Album in den Startlöchern. Das ist ganz outlawig mit "Free Born Man" betitelt und vereint all das, was man entlang besagter staubiger Strecke von Straßenmusikanten aufschnappen kann. Nein, keine Angst, die Rede ist natürlich nicht von Grönemeyers "Bochum" oder Petris "Hölle" am Ruhrschnellweg. Stattdessen unternehmen Mr. Blue einen Streifzug durch geschätzte 50 Jahre US-amerikanischer Musikgeschichte. Neben offensichtlichen Verdächtigen wie Johnny Cashs "Ring Of Fire", "Ghostriders In The Sky" oder dem "Devil In Disguise", den der King noch vor seiner strikten Cheeseburger-Diät publik gemacht hatte, finden sich auch etliche Schmankerl wie Springsteens "Cadillac Ranch" auf "Free Born Man", aber auch bluesiges aus der Feder von Muddy Waters oder die schon Sampler-bekannte Nummer "In The Middle Of Trouble again", zu der schon Bud Spencer und Terrence Hill die Fäuste haben fliegen lassen.

Dabei mischen Mr. Blue Einflüsse aus Country, Rock'n'Roll, Rock-, Psycho- und anderen -billys zu ihrem ganz eigenen Sound, der vom Biker-Treff bis zum Oldie-Abend überall seine Zuhörer finden dürfte. Da singt die Slide-Gitarre, die Snare Drum läuft heiß und die Stimmbänder klingen sowieso nach morgentlichem Whiskey-Gurgeln. So muss es sein.

Highlight des Albums ist die letzte Nummer "Seventies Coupe" aus der Feder von Frank Soostmeyer-Ripke, die sich stilistisch nahtlos in den Reigen oben genannter Klassiker einreiht. Apropos letzte Nummer. Ein kleiner Tipp für gedulige Menschen: Nach den letzten Tönen des Siebziger Autos nicht gleich abschalten.

"Free Born Man" soll nach dem aktuellen Stand der Dinge im Laufe des Septembers via Sunny Bastards Records unters Volk gejubelt werden. Der genaue Termin ist natürlich dann auch an dieser Stelle in Erfahrung zu bringen. Ob und wo es eine Release-Party geben wird, ist im Moment noch keine beschlossene Sache, wird aber ebenfalls im Fall der Fälle noch rechtzeitig bekannt gegeben.

Wer sich vorab von den blue'schen Qualitäten überzeugen will, sollte die Homepage unter www.mrblue.info im Auge behalten. Dort erfährt man unter anderem derzeit, dass die Combo am 11. August bei der Jubiläumsparty der Wotan MC in Bentheim, am 8. September im
Jake's zu Velbert und am 20. und 21 Oktober bei der Historicar im Landschaftspark Duisburg auf der Bühne stehen werden.
WAZ Velbert vom 05.02.2007
"Yep. Wir sind Weltmeister"


Wunderkerzen sprühen beim glücklichen Ausgang des Wintermärchens: Die Anspannung war gewichen, aber der Rausch wirkte nach. Stefan Freitag, ehemals Keeper bei der HSG, hüpfte mit der Deutschland-Fahne um die Hüften geschwungen herum und konnt es kaum fassen: Handball-Weltmeister.

"Ey, das war Abseits!" David Buhl erntet für diesen Spruch eine Menge böser Blicke. Blicke, die alles sagen.Doch Fußballer Buhl grinst frech zurück. Er und einige andere Kicker verfolgen im
"Jake's" das Finale der Handball-WM. Eine Minderheit inmitten einer Horde von Handball-Fans. Stopp! "Ballsport-Fans". "Ist doch total beschränkt zu sagen: Fußball ist besser oder Handballer sind klüger", meint Thomas Ex. Hauptsache die Kugel rollt oder fliegt oder sonstwas - aber bitte ins Tor des Gegners. Genau das tut sie gerade in der Köln-Arena, wo Polen, die Überraschungssieben der WM, gegen Deutschland um den Pokal kämpft.

Im
"Jake's" drängen sich Handballer aus allen niederbergischen Clubs. Michael Dreckmann vom TVD, Uli Groß, ehemaliger Spieler des TV Heiligenhaus, und ganz viele Mitglieder der HSG. Krimi-Spannung wie gegen Frankreich bietet die Partie nicht. Deutschland führt souverän. Nur Nationalspieler Christian Zeitz regt auf. "Ey Glatze, sag' dem Brand mal, er soll die Lusche runter nehmen, aber schnell!", wird Mark Ziehmann aus Nähe der Tür zugerufen. Der HSG-Anhänger zuckt die Schultern. Nur Michaela Heer protestiert. "Kann doch noch was werden!" Nee, Zeitz hat bei den Velbertern verloren. Zu viele Fehlwürfe, zu überheblich. Das können die angespannten Fans nicht vertragen.

Die Fußballer sehen es lockerer. Axel Frinke, Spieler des TuS Neviges II, hat einen Kopfhörer im Ohr und verfolgt die Fußball-Bundesliga. Er hört, was Schalke macht und sieht, wie das Handball-Nationalteam zaubert. "Da sieht man ja, wo die Prioritäten liegen", sagt Dreckmann lachend. Und auch Jan Steinmetz grinst. Der Vorsitzende des Fördervereins der HSG wendet sich zu Mark Ziehmann: "Mach schon mal die Anmeldebögen für die Fußballer fertig." Naja, ganz werden die Jungs wohl nicht vom Bolzen ablassen. Doch alleine in der vergangenen Woche gingen fünf neue Anmeldungen bei der HSG ein; dank der jüngst ausgebrochene Handball-Euphorie in Deutschland. Den Förderverein freut es: "Was Besseres kann uns doch gar nicht passieren." Vielleicht aber wird es in den kommenden Wochen noch besser.

Alexandra Leermann jedenfalls ist begeistert, aber nicht aufgedreht, sondern nur baff, berauscht: "So eine Stimmung?" Pause. "Nee." Sie schüttelt langsam den Kopf, ihre Augen leuchten. Schon ist sie wieder abgelenkt: Tor für Deutschland! Wirklich jeder im
"Jake's" macht eine Becker-Faust; Pardon: Brand-Faust: "Ja!"

Dzuli Leuchtmann, Inhaberin der Kneipe, muss sich ducken und ihr Tablett mit den vollen Gläsern schnell ausbalancieren. Stress? "Nee. Ist doch toll." Sie strahlt und ist optimistisch, da muss sie gar keine großen Worte machen. Ihr T-Shirt spricht für sich: "Heute werden wir Weltmeister!", steht da drauf. Sie glaubt's, die Handballer noch nicht. Denn gerade kommt Polen heran. Nur noch zwei Tore Unterschied. Jetzt herrscht Stille. Keine Zurufe, keine ausgelassenen Scherze mit dem Nachbarn. Nur der starre Blick auf die Leinwand. "Mist!" Wieder vergeben. Dann ein Treffer, noch einer, und Jan Steinmetz rechnet vor sich hin: "Zehn Minuten, drei Tore. Das könnte klappen." Auf einmal wird es wieder lauter: Klappt's? Klappt's nicht? "Fünf Minuten. Fünf Tore. Es wird besser." Zwei Minuten noch - es kann nicht besser werden. Ach nee, es kann: Schlusspfiff! "Ooh wie ist das schön" singen sie in Velbert, wie auch in Köln und in jeder anderen Stadt in Deutschland und schwenken ihre Wunderkerzen. Endlich löst sich die Anspannung. Die Handballer haben geschafft, was die Fußballer im Sommer nicht schafften. Da feiern die Kicker gerne mit - und für ihre Sprüche ernten sie jetzt auch keine bösen Blicke mehr, sondern werden mit einem zufriedenen Grinsen bedacht: "Yep.Wir sind Weltmeister." Ärgerlich: Auch wenn die Leinwand groß genug war, immer wieder störte irgendwo dann doch ein Kopf. Aber nach 60 Minuten war klar: Alles vergeben und vergessen. Zweifel: In der Schlussphase wurde es eng für die deutsche Handball-Mannschaft. Jubel: Das polnische Nationalteam kam nicht mehr an die Mannschaft von Trainer Heiner Brand heran.
WAZ Velbert vom 05.02.2007
"Der Fritz der ist der Kai"

Am Donnerstag noch war Mark Ziehmann von der HSG Velbert/Langenberg in Köln live beim Halbfinale dabei. Danach stand schnell fest: "Wir müssen das Finale irgendwie auf der großen Leinwand sehen. Karten gab's ja leider keine mehr." Dafür war Dzuli Leuchtmann, Inhaberin des "Jake's", sofort Feuer und Flamme, so dass sich die Handballer um nichts mehr sorgen mussten - nur über Sieg oder Niederlage.

Während der 60 gespielten Minuten wurde gefachsimpelt, was das Zeug hielt. SC-Velbert-Fußballer Christian Zurek hielt mit seinen Handball-Kenntnissen nicht hinterm Berg; doch er ließ sich auch fortbilden: Michaela Heer erklärte ihm Handball. Nein nein, nicht oberflächlich: "Es war eine komplizierte Zeitregel", sagte Zurek. Das ist so, als ob jemand (im Fußball meist männlich) einem (und dann meist weiblich) die Abseitsregel erklärt. Schön, dass das beim Handball auch andersherum geht.

Die erste Mannschaft der HSG war relativ dünn vertreten, doch im Geiste erkannten die Anhänger alle auf dem Feld wieder: "Kehrmann? Auf jeden Fall unser Christian Paul, auch wenn sie nicht auf derselben Position spielen. Und Kai Leimkühler ist der Fritz. Die kommen sich auch in der Spielqualität sehr nah." Christian Paul verfolgte das Finale mit Handball-Kollegen.
WAZ Velbert vom 28.08.2006
"Kleine Weltmeisterschaft"


"Forca! Forca! Forca!" - dieser Art wurde die Soccer-Mannschaft von "Bei Anna und Domenico" beim Street-Soccer-Turnier auf dem Forumsplatz am Sonntag angefeuert. Die italienischen Kicker eröffneten mit dem TVD Velbert das Turnier.

Zunächst holperte das Spiel vor sich hin, der Ball flog oft über das Netz ins Aus und die Spieler wussten nicht so recht, wie sie sich positionieren sollten. Doch dann fiel das erste Tor - Zuschauer und Spieler wurden warm. Das Publikum feuerte die Spieler lautstark an, die nun hart um den Gewinn kämpften. Die Stimmung begann zu kochen, und obwohl alle Mannschaften zu Beginn nur "ein bisschen Spaß beim Kicken" haben wollten, entwickelte sich nun der Ehrgeiz, die kleine WM zu gewinnen. Die Trainer warfen vom Spielfeldrand Taktiktipps ein und feuerten ihre Superstars an. "Das Spiel dauert nur zehn Minuten, da müssen die Jungs von vorne herein alles geben", erklärte der Kapitän vom
Jake's Team. Regeln schien es bei diesem Spiel kaum zu geben: Fouls blieben unbeachtet, Torwart war der Spieler, der gerade am nächsten beim Netz stand, Schiri André Seitz war zugleich der Kommentator und Veranstalter dieses Events vom Null 8.

Nicht nur mit den Bällen warfen die Kicker hart um sich, auch mit Wortkämpfen wurde nicht gespart. André Seitz kommentierte die Spannung zwischen den Spielern lachend: "Kommt schon Jungs, nicht schon solche Nickeligkeiten vor dem Spiel." Doch die Italiener des Teams "Bei Anna und Domenico" fühlten sich den berühmten italienischen Kicker-Stars gegenüber verpflichtet, die kleine Velberter Weltmeisterschaft zu gewinnen. Und auch wenn die sympathischen Italiener alles gaben, ins Finale zogen sie nicht ein. Dort traf das Team
"Jake's", das schon sehr früh als Favorit gehandelt worden war, auf die "Gäste Null 8", die den hart erkämpften Sieg mit nach Hause nahmen. Nach der Siegerehrung begann die Feier - leider jedoch ohne die Band "Fruitcage", die in letzter Minute absagte.